Renegade
Renegade realisiert freie Tanztheaterproduktionen mit internationalen Partnern, Tänzern, Choreografen und Kulturinstitutionen – mit dem Schwerpunkt Streetart. Inhaltlich drehen sich die Stücke um Lebenswelten der jungen Generation, die künstlerische Umsetzung bedient sich dabei verschiedener Kunstformen der Streetart (wie Graffiti und VJing), des Breakdance und des modernen Bühnentanz. Bei Renegade stehen klassisch ausgebildete Tänzer und einige der besten Straßentänzer Deutschlands gemeinsam auf der Bühne.
Im Bereich Regie und Choreografie arbeitet Renegade sowohl konstant mit einigen jungen, talentierten Künstlern wie dem Franzosen Lorca Renoux als auch – jeweils projektbezogenen – mit freien, gefeierten Choreografen wie Samir Akika oder Malou Airaudo zusammen. Renegade wurde mit dem Hauptpreis beim Theaterzwang NRW 2004, dem Herald Angel 2004, dem Guardians Best Physical Theatre Award 2004 und dem Fringe First 2004 ausgezeichnet.
mehr2003 in Herne gegründet, hat sich Renegade bereits mit dem ersten Projekt „Rumble“, einer Hip-Hop-Interpretation des Shakespeare-Klassikers „Romeo und Julia“, einen Platz in der europäischen Off-Theaterszene erspielt. Nach umjubelten Erfolgen beim NRW Theaterzwang 2004 und dem internationalen Fringe Festival 2004 im schottischen Edinburgh, ging das Ensemble auf große Europatournee und spielte im Rahmen des Harare Festival im afrikanischen Simbabwe. Die in den Jahren darauf folgenden Produktionen „41“ (2004), „Streelife“ (2004), „Messias“ (2005), „Cage“ (2006) und „Extended Teenage Era / E.T.E.“ (2007) widmeten sich thematisch dem Lebensgefühl der zweiten und dritten Zuwanderergeneration, einer Lebenswelt geprägt von Langeweile, Perspektivlosigkeit und Wut. Stilistisch positionierten sich die Stücke zwischen modernem Tanz, Breakdance und Hip Hop,
zwischen Schauspiel und audio-visuellem Experiment. Während „E.T.E.“ auf Tournee nach Indien und in den Mittleren Osten ging, entstand in Zusammenarbeit mit der Wuppertaler Choreografin Malou Airaudo mit „Schwarze Katze“ (2008) die erste reine Tanzproduktion von Renegade. Im gleichen Jahr kreierte die Produktion „Crayfish“ (2008) ein collagenhaftes Portrait über die Geschichte und das Lebensgefühl des Hip Hop. 2005, nach dem Weggang von Gründungsmitglied Markus Michalowski nach Australien, übernahm Zekai Fenerci die Gesamtverantwortung für Renegade. Michalowski ist seitdem Teil des freien Regisseur- und Choreografen-Pools von Renegade, zu dem auch Samir Akika und Malou Airaudo gehören. In dem französischen Choreografen Lorca Renoux hat Renegade einen verlässlichen Partner für bereits zahlreiche Inszenierungen gefunden.
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